Frankreich-spanien-portugal-italien

vorbereitungen

06.11.2021

Die letzten Tage vor der Abfahrt sind wir mit vielen kleinen Besorgungen und Erledigungen beschäftigt. Besonders die Papiere um einen Hund ins Ausland mitnehmen zu können sind mit viel Aufwand verbunden. Neben dem Heimtierausweis braucht man eine Tollwutimpfung die nicht älter als 6 Monate ist, einen Tollwut-Impftiter-Nachweis und ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, das nicht älter als 3 Tage ist. Wie das allerdings gehen soll wenn ich mit dieses Gesundheitszeugnis auf meiner zuständigen Bezirkshauptmannschaft ausstellen lassen muss, dann ein paar Wochen am Landweg aus der EU rausrolle, das muss mir erst jemand erklären. Bis wir die EU verlassen ist das Gesundheitszeugnis 4 Wochen alt, naja Bürokratie!

In Zeiten von Corona müssen wir uns natürlich auch damit auseinandersetzen was wir brauchen um in das Land das wir bereisen wollen auch hineingelassen zu werden. Also kommt neben Pass und Führerschein auch der Impfpass und der grüne Pass in die Dokumententasche. Und nachdem jetzt empfohlen wird sich bereits nach 4 Monaten wieder gegen Covid19 impfen zu lassen, werden wir uns noch den 3. Stich holen.

Das Navi muss mit den wichtigsten Straßenkarten bestückt werden, außerdem kommen auf jeden Fall auch die Papierkarten mit auf die Reise. 

Und dann versuche ich mich angestrengt daran zu erinnern was ich das letzte Mal zu viel mitgenommen habe - keine Chance, ich weiß es nicht mehr. Ich werde wahrscheinlich genau das wieder mitnehmen. 

 

Los gehts...

10.11.2021

Nachdem die Corona-Bestimmungen in Marokko um einiges strenger sind als bei uns in Österreich haben wir uns gestern die 3. Covid Impfung geholt damit wir uns im Land frei bewegen können ohne in Quarantäne zu müssen. 

Wir treffen jetzt noch die letzten Vorbereitungen und starten dann den Motor der Enterprise - On the Road again!!!

16.11.2021

Die letzten 6 Tage haben wir damit verbracht durch Österreich und der Schweiz zu tingeln und Freunde und Bekannte zu besuchen. Um unseren Tank - immerhin 300l, aufzufüllen statteten wir Luxemburg einen kurzen Besuch ab und fuhren über Belgien wieder nach Frankreich. Unser erstes Ziel waren die Kreidefelsen von Étretat. Leider war der Wetterbericht nicht berauschend und um die einzigen zwei regenfreien Tage auszunützen fuhren wir bis Mitternacht über unendliche Buckelstraßen bis wir schließlich in der Nähe von St. Quentin zwischen Feldern zum Übernachten stehen blieben. 

Der nächste Tag war tatsächlich regenfrei und so konnten wir die Felsen von Étretat und den tollen Kieselstrand davor trocken bewundern.

 

Alaska hatte mit dem Kieselstrand sichtlich Spaß

Um auch den zweiten regenfreien Tag auszunützen nahmen wir dann die Monsteretappe bis Le Mont Saint Michel auf uns. Auf unserem Weg passierten wir die Pont de Normandie, eine Schrägseilbrücke, die mit 856m die größte Spannweite in Europa besitzt und die Seinemündung überspannt.

Um 21 Uhr erreichten wir Le Mont Saint Michel, ein kleines Dorf mit Kirche auf einer kleinen Insel das 1 km von Festland entfernt im Meer liegt, um es in der Abendbeleuchtung zu bewundern.

Tags darauf gingen wir es etwas entspannter an. Es regnete noch immer nicht und wir wollten uns das Loire - Tal anschauen. Also nix wie hin auf ganz kleinen Straßen mit vielen Kaffee- und Einkaufspausen. Diesmal wollten wir uns auf einen Campingplatz einmieten um die Annehmlichkeit einer Dusche zu nutzen, daraus wurde nichts - alle geschlossen. So parkten wir nun vor einem geschlossenen Campingplatz allerdings mit WLAN - das dürften sie nicht abgeschaltet haben.

17.11.2021

Mit ca. 80km/h durch das Land tuckern, Limoges - Perigueux - Bergerac - Fleurance. Über die App Park4Night haben wir in Fleurance einen tollen Camper Stellplatz direkt an einem Fluss gefunden der aufgrund der Jahreszeit fast uns allein gehört hat. Alaska fand es angenehm wieder mal ohne Leine toben zu können.

 

18.11.2021

Ich wollte mir Lourdes anschauen da ich als Kind das Buch über Bernadette gelesen hatte. Ich erlebte es fast menschenleer, eine wunderschöne Kirche und darunter die Grotte von Massabielle. Und dann gings weiter in die Pyrenäen, über kleine Nebenstraßen erreichten wir den Col d' Aspin in 1489m Höhe mit einem atemberaubenden Rundblick auf schneebedeckte Gipfel. Leider wurde es für den 2. Pass dann schon zu spät (es hätte beim Runterfahren rutschig sein können) und so sind wir wieder über kleine Straßen über St. Girons nach Foix gekommen. Die Suche nach einem Campingplatz gestaltete sich wieder sehr schwierig, entweder waren die Plätze geschlossen oder gar nicht vorhanden - es lebe das Internet mit seinen Falschmeldungen. Wir steuerten schließlich den kommunalen Campingplatz an von dem es hieß er wäre ganzjährig geöffnet. Do weit gefehlt, auch er war geschlossen. Doch standen ein paar Dauercamper auf dem Platz und eine nette Dame telefonierte  mit dem Gemeindearbeiter und wir durften bleiben. Nach 5 Tagen wieder eine warme Dusche - herrlich!

19.11.2021

Bevor wir Frankreich verließen haben wir noch den Supermarkt leergekauft und unseren Kühlschrank mit allerlei französischen Köstlichkeiten gefüllt und dann schraubten wir uns die Serpentinen nach Andorra in die Höhe. Die Berge im Schnee waren wunderschön anzusehen aber die Hotelburgen in dem kleinen Land sehr erschreckend. Bei einer kleinen Pause am Straßenrand entdeckte ich Frühlingsenziane und Wachholder.

Durch Andorra waren wir schnell durch und überquerten die Grenze nach Spanien. Im Ort Ponts fanden wir beim örtlichen Sportzentrum eine Gelegenheit unseren Enterprise für die Nacht abzustellen. 

20.11.2021

Heute haben wir uns mit Herbert und seiner Reisebegleitung Laura in der Nähe von Lleida getroffen und sind gemeinsam bis Cervera del Rio Alhama gefahren wo wir einen netten Stellplatz mitten im kleinen Dörfchen gefunden haben. Abends lernten wir noch ein paar Jugendliche aus dem Ort kennen, die auf dem Parkplatz Party machten.

21.11.2021

Dem Wetterbericht nach hatten wir mit Regen gerechnet, aber der nächste Morgen überraschte uns alle mit strahlendem Sonnenschein. Da wir Pyrite suchen wollten war uns nur mehr als willkommen. Auf dem Weg zur Fundstelle gingen wir durch das halb verlassene Dörfchen Navajún. Es legen hier noch genau 6 Einwohner. Ein Teil des Dorfes ist total verfallen, der andere Teil liebevoll hergerichtet. Neben einem Hotel (Casa Don Pedro) gibt es eine Kirche/Gemeindesaal, 3 Straßenlaternen (die bis 24 Uhr leuchten) einen Kinderspielplatz auf dem sich allerdings nur Katzen tummeln und einen Basketballplatz. Vor dem Dorf ein Parkplatz für die Autos die in dem engen Dorf keinen Platz haben und ein Handymast. 

Rund um das Dorf wird jede ebene Fläche für Felder genützt und sei sie auch noch so klein.

Nach ein paar Stunden Arbeit mit Hammer und Meißel hatten wir ein paar nette Pyrite beisammen.

Unterhalb von Navajún gibt es einen netten Rastplatz mit Wasser, Grillgelegenheit, Tischen und Mistkübel auf dem wir dann die Nacht verbrachten. Es ist dort sehr einsam, es fährt am Tag vielleicht ein Auto vorbei, die Bewohner den Dorfes selber dürften keine Autos haben. Irgendwie hat mich der Ort gefesselt, ich werde wieder kommen!

22.11.2021

Das Wetter wurde immer schlechter in Nord-Spanien und wir sollten schnellstens das Plateau verlassen. Herbert wollte unbedingt nochmal in die Miene und so trennten wir und da wir mit unserer Enterprise viel langsamer sind als Herbert mit seinem Mercedes 508, fuhren wir schon mal voraus. Es war fast ein Wettlauf gegen das Wetter. Überall an den Straßen waren bereits Schneeräumfahrzeuge postiert obwohl noch keine Flocke gefallen war aber es regnete ständig. In St. Esteban de Gormaz legten wir eine Pause ein um auf Herbert und Laura zu warten. Es dauerte noch volle zwei Stunden bis Herberts bunter Hippie-LKW um die Ecke bog. In den nächsten Stunden ging der Regen dann in Schnee über und es wurde immer gefährlicher unseren 9-Tonner auf der Schneefahrbahn zu bewegen. Michael musste sich wahnsinnig konzentrieren. Ein Übernachten auf 1100m kam nicht in Frage da Herbert keine Heizung in seinem Bus hat und wir wussten auch nicht ob ein Weiterkommen am nächsten Tag noch möglich sein würde da uns schon länger keine LKWs mehr überholt hatten. Wahrscheinlich war hinter uns die Straße bereits gesperrt. Und so fuhren wir langsam, manchmal nur 36 km/h Richtung Süden talwärts und je tiefer wir kamen desto weniger Schnee und zum Schluss war es sogar trocken. Das wir dem heftigsten Wintereinbruch seit 50 Jahren in Spanien gerade noch entkommen waren erfuhren wir erst Tage später.

In Plasencia fanden wir einen Park4night - Stellplatz für die Nacht, nicht sehr hübsch aber das war uns an dem Tag wirklich egal. Wir standen trocken und konnten schlafen.

23.11.2021

Der letzte Tag war zu anstrengend, wir sind nur ein paar Kilometer aus der Stadt raus, an der Puente de Alconétar vorbei, an den Stausee vom Rio Tajo - Embalse de José Maria de Oriol-Alcántara II gefahren und einen einsamen Platz gefunden um dort den Tag und eine Nacht zu verbringen. Der See war sehr unheimlich, dunkel und voll mit Grün- und Rotalgen. Drumherum ein Gestrüpp aus Kletten aber auch Schopf-Lavendel und Herbst-Seidelbast.  An Spazierengehen mit Alaska war nicht zu denken, bei jedem Schritt hatte sie einige Kletten in den Beinchen. Außerdem ging es Michael körperlich immer schlechter, er dürfte sich eine Magenverstimmung eingefangen haben. Deshalb machten wir nicht viel und gingen bald schlafen.

24.11.2021

Michael gings heute noch nicht besser aber er wollte fahren. Laura hat sich entschlossen uns zu verlassen und nach Sevilla weiterzureisen. Und so brachten wir sie zum Bus nach Cáceres. Dort wagte ich mich ins Getümmel eines riesigen Einkaufstempels, aber auch das sollte man mal erlebt haben, um das Notwendigste einzukaufen. 

Dann war Laura fort und das machte mich ein wenig traurig, war es doch schön mal ein weibliches Wesen mit auf Reisen zu haben. 

In Badajoz brauchte Michi eine längere Pause und wir vereinbarten mit Herbert dass er schon mal nach Portugal vorausfahren sollte da wir langsamer sein würden.

Wir fanden beim Rio Alcarache bei der Puerte la Bogaña einen wunderschönen Platz zum Übernachten in mitten von riesigen umzäunten Korkeichenwäldern in denen die berühmten Pata Negra - Schweine frei herumlaufen und sich in der Nacht wilde Gefechte liefern.

25.11.2021

Michaels Zustand wurde zwar besser aber immer noch nicht berühmt aber er wollte fahren. Auf kleinen Nebenstraßen tuckerten wir langsam und mit vielen Pausen durchs Land und bei São Leonardo über die Grenze nach Portugal. Quadratkilometerweit nur Olivenbäume, ab und zu Korkeichen oder Obstbäume. Ich beobachtete ein paar Männer bei der Olivenernte, ich glaube die nächsten Oliven werde ich mit mehr Ehrfurcht vor dieser Arbeit genießen.

Schließlich erreichten wir Vila Nova de Milfontes an der Atlantikküste. Am Campingplatz "Camping Milfontes" wartete Herbert schon auf uns. Es gab warmes Essen und endlich nach Tagen wieder eine heiße Dusche. Wir werden ein paar Tage bleiben.

26.11.2021

Wir haben es uns am Campingplatz wohnlich eingerichtet. Nach 14 Tagen war es ganz gut mal das Bett frisch zu beziehen, Wäsche zu waschen und die Enterprise etwas zu säubern. Michael war noch auf Diät, schön langsam kommen seine Kräfte wieder zurück. Am Abend machten wir es uns bei einem Zombie-Film in Herberts Hippie-Bus gemütlich.

27.11.2021

Auch heute gingen wir es gemütlich an, langsam in den Tag hineingleiten ist purer Luxus und tut so gut! Zu Mittag kochte Herbert Hühnchen mit Kartoffelscheiben und am Nachmittag machten wir einen Spaziergang durch die Stadt an den Strand. Die Praia da Franquia ist ein feinsandiger, heller Sandstrand und die Aussicht von der Mündung des Flusses Mira, der hier ins Meer mündet, auf die Stadt mit den weißen Mauern ist wunderschön. Natürlich mussten wir auch die Estátua Arcanjo (Erzengelstatue) besuchen die neben dem Farol de Milfontes/Rio Mira (Leuchtturm) steht und mit dem Utopia-Preis ausgezeichnet wurde. Er soll die Wut und den Schmerz über die Zerstörung unserer Welt darstellen.

Neben dem Leuchtturm am Strand stehen unzählige Steinmännchen, es dürfte hier Usus sein, dass jeder ein Steinmännchen hinterlässt.

Die Häuser sind allesamt weiß gekalkt und die Fenster und Türen mit blauer oder gelber Farbe umrandet. Trotz immer wieder durchzeihender Wolken und einem scharfen Wind vom Atlantik ein wunderschöner Tag.

 

29.11.2021

Heute kam die Meldung das Marokko die Grenzen wegen Corona dicht gemacht hat. Marokko hat kaum Infizierte und will sich das natürlich durch Touristen nicht kaputt machen lassen. Alle Fähr- und Flugverbindungen sind gecancelt, diese Reise können wir vergessen. Wir werden uns jetzt mal mit Georg und Günter in Murcia treffen und beratschlagen wo es nun weiter hingeht. 

Am Abend haben wir noch ein Interrail-Pärchen kennengelernt (Madeleine und Nicolas), sie zum Essen eingeladen und einen sehr lustigen Abend miteinander verbracht.

30.11.2021

Heute hieß es Abschied nehmen von Vila Nova de Milfortes. Wir machten uns Richtung Spanien auf. Herbert wollte uns noch seine Lieblingsbucht zeigen aber Fehlanzeige, dort erwartete uns ein dickes, fettes Wohnmobil-Fahrverbot. Und nicht nur dort, in Portugal darf man seit 1. Jänner 2021 nicht mehr mit dem Wohnmobil auch nur in die Nähe der Strände und Buchten. 

Da ich mir aber unbedingt die Felsen der Algarve anschauen wollte, suchten wir uns in Lagos einen Campingplatz mitten in der Stadt. Er war jetzt nicht unbedingt der Sauberste aber er lag 20 Gehminuten von der Algarveküste entfernt und war auch nicht sehr teuer.

1.12.2021

Heute sind wir schon um 8 Uhr Morgens Richtung Küste losspaziert und ich wurde mehr als belohnt. Traumhafte Buchten und tolle Felsformationen. 

Gegen Mittag verließen wir den Camping Trinidat wieder und fuhren wieder ein Stück bis über die Grenze nach Spanien und fanden in Isla Cristina einen Campingplatz am Meer wo wir die Nacht verbrachten. So wunderschön die Küste auch ist, im Hinterland herrscht oft die Armut.

 

2.12.2021

Nach einer Lagebesprechung stand heute fest dass sich Herberts und unsere Wege nun trennen. Herbert wollte nach Tarifa weiter und wir mussten weiter in Richtung Barcelona wo wir uns mit Georg und Günter treffen wollten. Der drohende Abschied ließ die Stimmung unter uns ziemlich sinken. Aber so ist das, man trifft sich, fährt eine Zeit miteinander und dann trennen sich die Wege wieder. 

Wir wollten uns auf jeden Fall noch Ronda anschauen. Die Stadt liegt auf einem Berggipfel in Andalusien und ist in atemberaubender Weise oberhalb einer Schlucht gebaut. Leider konnten wir aufgrund des Fahrverbotes über 5,5t mit unserer Enterprise nicht in die Stadt reinfahren und außerhalb der Stadt gabs keine Parkplätze (oder wir waren zu blöd sie zu finden). Und so erhaschten wir nur einen kurzen Blick auf die Felsen.

Statt in Ronda zu übernachten fuhren wir weiter in Richtung Granada. Kilometerweite Ackerflächen dehnten sich im Hinterland und wechselten sich mit Olivenplantagen ab. Da es schon finster wurde beschlossen wir uns beim Embalse Conde de Guardalhore, einem Stausee bei Ardales, einen Platz für die Nacht zu suchen. Die Plätze die wir über Park4night fanden waren aber im Dunkeln nicht mehr zu finden und so waren wir dankbar plötzlich einen Campingplatz am Ufer des Sees zu finden - Camping Parque Ardales. 

3.12.2021

Da es gestern schon dunkel war als wir am Campingplatz ankamen waren wir heute sehr positiv überrascht. Der Platz ist sehr ungewöhnlich auf zwei bewaldeten Hügeln mit viel Felsen angelegt und geht bis zum See hinunter. Der hat zwar wenig Wasser aber eine wunderschöne Farbe.

Dann entschieden wir uns doch diesmal die Autobahn zu nehmen da wir nach Nijar zum Crater del Hoyazo wollten um Granate zu sammeln und das doch fast 300km waren.

 

 

 

 

Ardales zählt zu den "weißen Dörfern"  der Provinz Málaga.

 

 

 

 

 

 

 Pause in La Rábita am Strand.

Entlang der Küste zwischen Málaga und Almeria sieht man fast nur mehr die Folientunnel für die Gemüse und Obstproduktion von Billig-Diskontern. Bis zum Meer reichten die Plastikfolien, dazwischen ragen die Häuser der Einheimischen heraus und im Hinterland wohnen dann die ganz Armen in Verschlägen.

In Standnähe eine Hotelburg neben der anderen, die Einheimischen wohnen zumeist in den Hügeln dahinter und es gibt sehr viele verlassene Häuser.

 

 

 

Almeria

Gerade noch rechtzeitig bevor die Sonne unterging kamen wir am Fuß des Crater del Hoyazo an. Michael wollte beim LKW bleiben weil wir von Bekannten erfahren haben dass ihnen hier die Wohnmobile aufgebrochen wurden und so machte ich mich mit Alaska alleine auf den Weg in den Krater um Granate zu suchen. Aber suchen musste ich die hier gar nicht, nur sammeln. Überall lagen die herum und im trockenen Bachbett des Barranco del Hoyazo war der Sand rot vor Granaten. Zwar sehr kleine Steine aber selbst gesammelt!

Beim Abstieg wurde ich mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

4.12.2021

Die letzte Nacht hatten wir auf einem Wohnwagen-Stellpaltz mitten in der Stadt Huércal-Overa verbracht. Wir staunten sehr dass dort schon an die 20 Wohnmobile standen. Es war auch sehr laut und die Stadtjugend feierte dort am Abend und zündeten auch Kracher. Nun ja, es war eine Notlösung und geschlafen haben wir trotzdem gut. 

Tags darauf haben wir nur die Finca Caravana angefahren. Einen Overlander Treffpunkt der von Franze aus Bayern mit viel Herzblut und Einsatz geführt wird. Zur Begrüßung bekamen wir gleich mal einen Teller mit Lebkuchen, Schoki und Mandarinen in die Enterprise geliefert. Außerdem brachte Franze uns auch zwei Kanister Trinkwasser. Unermüdlich pflanzt er Bäume und legt nette Ecken auf seinem Platz an. Außerdem kocht er auf Vorbestellung Paella und bietet über die Weihnachtsfeiertage ein wahnsinns afrikaisches Menü an. Wir haben die Patenschaft für einen Olivenbaum und eine Pinie übernommen und seit heute gibt es dort auch einen Wegweiser mit Kilometerangabe nach Graz. Leider konnten wir nicht länger bleiben da wir uns mit Georg und Günter in Barcelona treffen wollten. Unterwegs bekamen wir die Hiobsbotschaft das Günter mit dampfendem Motor kurz vor Narbonne auf der Autobahn steht und abgeschleppt werden muss. Wir drosselten unser Tempo - das würde länger dauern - und fanden einen Campingplatz ( Camping Alegría del Mar) in Benicarló direkt am Meer. Wir hatten jetzt sicher ein paar Tage Zeit bis Günters LKW wieder flott ist und deshalb ist Wäschewaschen und Wohnmobilputz angesagt. 

6.12.2021

Lazy day - muss auch mal sein. Ein Spaziergang am Strand von Benicarló und Essen im hiesigen Restaurant. Allerdings verging mir beim Anblick der Speisekarte der Appetit: Pizza, Burger, Eier mit Speck und Pommes, Eier mit Würstchen und Pommes..... Als Tappas wurden hier Pommes, Salat, Reis und dergleichen angeboten. Auf meine Frage an den Kellner ob sie denn auch spanische Gerichte hier hätten deutete er auf die Hamburger, belegte Baguette und Hähnchen mit Pommes. 

Und dann begann unser Stellplatznachbar sein Wohnmobil mit langstieligem Mopp und einem Kübel mit Wasser zu waschen, kurz darauf ein Zweiter und dann noch ein Dritter. War hier heute allgemeiner Wohnmobil-Waschtag? 

Am Nachmittag kam dann die Meldung von Georg und Günter, der defekte LKW war nun endlich in der Mercedes Werkstatt allerdings würde heute nichts mehr gemacht werden. Morgen werden wir dann hoffentlich mehr wissen.

7. - 8. 12.2021

Ob Günters Motor noch zu retten ist wissen wir bis dato noch nicht, er ist mal mit dem Zug nach Hause gefahren um von dort alles zu organisieren.

Georg ist in Arenys del Munt zu uns gestoßen weil wir dort einen langjährigen Freund von Michael besuchten. Am Abend waren wir sensationell japanisch Essen und nach einer Nacht am örtlichen Parkplatz in einem winzigen aber sehr guten Lokal Frühstücken.

Aktuell versuchen wir in Barcelona eine Fähre nach Chivitavecchia zu ergattern was aber angesichts der Corona-Pandemie nicht so leicht ist da die Fähren über Internet nicht mehr buchbar sind und die Ticketschalter den ganzen Tag geschlossen.

9.12.2021

Nach einem ganzen Tag im Fährhafen von Barcelona haben wir doch tatsächlich Tickets für die Fähre nach Cicitavecchia bekommen obwohl diese Fähre online nicht mehr buchbar war. Außer uns war noch ein weiteres Wohnmobil auf der Fähre sonst nur Fernfahrer und viele, viele LKWs. Die 20stündige Fahrt wahr sehr angenehm obwohl die Fähre durch einen Sturm sehr hin- und her schwankte. Um 23 Uhr erreichten wir den Hafen in Italien, suchten uns die nächstgelegene Autobahnraststätte und ab ins Bett.

10.12.2021

Nach einem gemütlichen Frühstück gings dann Richtung Napoli. Pompei stand am Plan. In Montecassino legten wir eine Pause beim berühmten Kloster am Berg ein. Leider durfte ich mit Alaska nicht ins Kloster hinein, deshalb schauten sich Georg und Michael die altehrwürdigen Mauern alleine an und ich wanderte zum polnischen Kriegerdenkmal. Das 
Wetter war leider nicht sehr berühmt, Wolken und Nebel zogen hin und her und ab und zu spürten wir auch Tropfen. 

Auch bei der Fahrt durch Napoli besserte sich das Wetter nicht im Gegenteil, als wir am Campingplatz in Pompei einfuhren regnete es bereits.

11.12.2021

In Pompei im Regen gestrandet. Wir stehen genau gegenüber der ehemals durch einen Vulkanausbruch verschütteten, antiken Stadt Pompeji, die wir gerne besichtigen würden und es hat bis am Nachmittag schüttet. Uns blieb nichts anderes übrig als uns in der Enterprise einzuigeln und darauf zu warten dass der Regen weniger wurde. Am Nachmittag wagten sich schon einige Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Für eine Besichtigung war es aber für heute viel zu spät, wir werden das morgen in Angriff nehmen. 

Als Entschädigung leisteten wir uns ein sündhaft teures Restaurant, dass aber jeden Cent wert war. Das Essen war paradiesisch.

12.12.2021

Das Wetter war uns heute wohlgesonnen, die Sonne strahlte und wir konnten Pompeji besichtigen. Durch den Ausbruch des Vesuv 79 n.Chr. wurde die Stadt mit Vulkanasche verschüttet und durch die Asche konserviert sodass man sieht wie diese Menschen damals gelebt haben. Ein sehr beeindruckendes Gefühl.

13.12.2021

Bei strahlenden Sonnenschein starteten wir die Enterprise und den Rosa Elefanten (Georgs MAN) und fuhren weiter gen Süden. Die Stadtautobahn durch Salerno ist sehenswert, da geht die Straße direkt unter den Balkonen Häuser vorbei.

Das Hinterland ist dicht bewaldet und gebirgig.

Und dann lag plötzlich der Golf von Policastro vor uns, ein toller Anblick. Im Ort Villammara stellten wir uns für die Nacht auf einen Parkplatz am Strand und genossen den Sonnenuntergang.

14.12.2021

Wir fuhren die Küste entlang Richtung Sizilien, unterbrochen von Kaffee-, Einkaufs- und Besichtigungspausen. Das Meer hat hier eine fantastische Farbe. Auf der Suche nach einem Stell- oder Campingplatz in der Nähe von Vibo scheiterten wir kläglich weil es an dieser Küste nur Campingplätze und Parkplätze direkt am Meer gibt und wir die Ortschaften aber kaum erreichten weil wir durch die Unterführungen der Bahn nicht durchpassten. Schafften wir es doch einmal war der Campingplatz garantiert geschlossen. Ist halt eine Tourismushochburg hier. Schlussendlich fanden wir einen netten Platz im Landesinneren bei einem Aquädukt, daneben eine liebevoll restaurierte Kapelle und eine verfallene Kirche.

15. - 16.12.2021

Heute wollten wir die Fähre nach Sizilien erreichen, dazu aber nicht über die Autobahn fahren sondern kleine Nebenstraßen benützen. Wir wurden eines Besseren belehrt da wir in den meisten Dörfchen in den engen Gassen mit unseren "Dicken" nicht in die Richtung abbiegen konnten in die wir wollten. Also, doch wieder Autobahn obwohl Michael und Georg dahingehend schmerzbefreit sind und mit einer Seelenruhe durch die engen Gassen manövrieren das mir manchmal der Atem weg bleibt.

 

 

Es war auch heute sehr warm und überall blühte der Klee aud den Wiesen.

Wie nahmen nicht die Touistenfähre nach Messina sondern die LKW-Fähre nach Tremestieri. Sie fuhr nur 25 min und man konnte im LKW sitzen bleiben, allerdings mussten wir und das Ablegemanöver natürlich live anschauen. Alaska fand das Ganze nicht so prickelnd und war froh als sie wieder am Bett thronen konnte. Auf der Fähre standen wir genau hinter der Rampe in Pole Position.

Nach einigem Suchen fanden wir in Sant' Alessio Siculo einen sehr netten Campingplatz, wir brauchten wieder mal eine Waschmaschine, der Von Vater und Tochter geführt wird. Wir richteten uns für zwei Nächte häuslich ein, schmissen unsere Wäsche in Waschmaschine und - welch Luxus - in den Trockner und suchten uns ein nettes Lokal, gekocht wurde heute nicht. 

Auch den zweiten Tag verbrachten wir damit die Enterprise innen wieder mal etwas zu reinigen und kaputte Lampen auszutauschen. Sonst waren wir faul und lagen im Wohnmobil oder gingen am schwarzsandigen Strand spazieren.

17.12.2021

Der Ätna stand am Plan (oder Etna, wie er hier geschrieben wird) Zuerst strahlte er im hellen Sonnenlicht vor blitzblauem Himmel aber als wir hinauffuhren hüllte er sich in Wolken. Stellenweise war der Nebel so dicht das man keinen Meter weit sah. Und auch die Schneewände links und rechts neben der Straße wurden immer höher. Stellenweise lag eisiger Schnee auf dem Asphalt und wir waren schon kurz davor die Aktion abzubrechen. Wir schafften es aber dann doch, allerdings stand kurz vorm Ziel ein Wohnmobil- und Bus-Fahrverbot. Hallo? Warum, Wieso? Am Anfang der Straße stand keines, wir schrauben uns mühsam 1902m in die Höhe und dann steht 10m vorm Parkplatz plötzlich ein Fahrverbot? Und nach dem Fahrverbot war ein Busparkplatz? Das ergab für uns keinen Sinn und da kaum Leute unterwegs waren ignorierten wir das Verbot. Wir hatten dann das Glück das der Nebel aufriss und uns den Blick auf den Ätna-Gipfel freigab und ich konnte doch tatsächlich auch noch den kleinen Nebenkrater "Crateri Silvestri" besuchen.

 

 

Autobahntunnel auf Sizilien

 

 

 

                                   Das Müllproblem ist hier ein Wahnsinn

An dem Tag wollten wir keinen Campingplatz da die alle nur am Meer sind und wir wollten auch mal das Landesinnere sehen. Die kleinen engen Straßen und Gassen sind zwar immer eine Herausforderung für unsere LKWs aber irgendwie gings immer. wir durchquerten Paternó und fanden südlich der Stadt beim Stausee des Simeto einen Platz auf dem wir übernachten konnten. Rund um den Platz blühten Iris, Krummstab, Sauerklee und Büschel von weißen Affodill.

18.12.2021

Bei uns ist gerade emotional die Luft draußen. Wir haben die Meldung bekommen dass wir wahrscheinlich nicht in Tunesien einreisen dürfen. Den PCR - Test 48 Stunden vorm Boarding und die Registrierung bei der tunesischen Gesundheitsbehörde hätten wir ja noch irgendwie hinbekommen. Jetzt müssten wir aber, um einreisen zu dürfen, für die Zeit unseres Aufenthaltes eine bereits bezahlte Hotelbuchung vorweisen. Wir haben aber nur die Bestätigung von Madame Sofie vom Camping Club Desert in Douz für 4 Wochen und das akzeptieren die Zöllner wahrscheinlich nicht. Es gibt hier keine Richtlinien der Regierung. Wir könnten nur mit der Fähre nach Tunesien einreisen und schauen ob uns der Zoll ins Land lässt oder uns die Einreise verweigert, dann können wir nur die nächste Fähre retour nehmen. Ein teurer Spaß!!! 

Trotzdem freuten wir uns über die Rauchwolke die der Ätna heute spuckte und unsere Fahrt ging an die Südwestküste von Sizilien nach San Leone. Dabei fuhren wir durch Landesinnere an endlos langen Orangen- und Kaktusplantagen vorbei. Bei Aidone hatten wir einen fantastischen Blick über das Land und als wir bei einer Quelle Wasser bunkerten trieb ein Hirte seine Schafherde an uns vorbei. Zum Schluß bewunderten wir noch die römischen Tempel im Valle dei Templi.

19.12.2021

Am Weg nach Palermo. Viele Dörfer und sogar Städte sind an Berghängen gebaut und es gibt auf Sizilien sehr viele verlassene Häuser und sogar ganze Dörfer.

Der Plan war, nach Palermo zu fahren, die Formulare des tunesischen Gesundheitsamtes ausgefüllt mitzunehmen, ebenso die Reservierung von Madame Sofie vom Camping Club Desert in Douz, in Palermo noch einen Corona-Test zu machen und dann ins Ticketbüro zu gehen und zu versuchen ein Fährenticket zu bekommen. So haben wir uns das vorgestellt - so wars aber leider nicht. Im Ticketbüro wurde uns erklärt das es eine neue Verordnung für EU - Bürger gibt, die besagt das wir nur nach Tunesien einreisen dürfen wenn wir eine bezahlte Hotelreservierung vorweisen können. Wir verstehen im Moment die Welt nicht mehr. Für was reise ich mit einem 9 - Tonner an wenn ich dann in ein Hotel muss? Corona nervt schön langsam!!!

20.12.2021

Nach unserer Ticket-Niederlage beschlossen wir am nächsten Tag die Grimaldi nach Livorno zu nehmen und dann von Cicitavecchia wieder anch Barcelona zu fahren. Dort ist es noch am wärmsten. Alle anderen Destinationen, die wir auch noch durchgespielt haben (Griechenland, Sardinien...)  sind zur Zeit zu nass oder zu kalt.

Und um den Tag noch etwas netter zu gestalten besuchten wir ein verlassenes Dorf in der Nähe von Scurati das in eine Höhle hineingebaut wurde, in die Grotta de Mangiapane. Das Dorf wurde zwar verlassen, ist aber noch immer in Privatbesitz und wird liebevoll erhalten sodass man einen Einblick in das Leben dort vor über 150 Jahren bekommt.

Ein bisschen Botanik

Alaska liebt Spaziergänge am Strand

21.12. - 23.12.2021

Unsere "Kreuzfahrt" ging von Palermo nach Livorno und von Civitavecchia nach Barcelona wo wir am 23.12. um 19:30 eintrafen. Mit Müh und Not fanden wir einen Platz zum Übernachten auf einer Autobahn-Raststation. 

 

 

 

 

Zu Mittag in Palermo

24.12.2021

Am Weg zur Finca Caravana bei Yecla kamen wir an zahllosen Khaki-Plantagen vorbei

Um ca. 14 Uhr trafen wir auf der Finca Caravana ein. Es waren schon eine Menge Wohnmobile dort und wir freuten uns auf Glühwein und Marokkanisches Gebäck.

25.12. - 27.12.2021

Eigentlich wollten wir ja nur bis 26.12. bleiben aber wir haben uns mit unseren Nachbarn (Steffi und Henning) angefreundet und sind deshalb noch einen Tag länger geblieben. Den einen Tag waren wir in ihrem Wohnbus, ein Mercedes O303, zum Essen eingeladen und am nächsten Tag waren sie in unserer Enterprise zum Essen. Dazwischen machten wir lange Spaziergänge oder ließen uns von Franze - der Seele des Finca Caravana - kulinarisch verwöhnen. Anfangs waren Georg und wir die einzigen geländegängigen Wohnmobile, doch stetig wurden es mehr.

Lost Place

28.12.2021

Von Steffi und Henning bekamen wir den Tipp zu den Baños de Zujár zu fahren. Einer heißen Quelle in einem Stausee der im Moment fast trocken ist. Das Restaurant oberhalb der Quelle ist zur Zeit geschlossen und so konnten wir dort, mit anderen Gleichgesinnten, frei stehen. Die Guardia Civil kam zwar vorbei, da aber alles ruhig war, fuhren sie gleich wieder.

29.12.2021

Da wir dringend wieder mal eine heiße Dusche und eine Waschmaschine brauchten suchten wir rund um Málaga einen Campingplatz. Aber es war zum verzweifeln, entweder waren die Plätze mit einer Einfahrtsbeschränkung (3,40m und 3,20m) oder sie waren voll. Schließlich fanden wir kurz vor Marbella doch noch einen Platz. Der war zwar auch sehr gut gefüllt aber es fand sich noch eine Parzelle für unsere zwei Dicken. 

Auf dem Weg dorthin kamen wir an Sandsteingebirgen vorbei in die die Häuser direkt hineingebaut wurden sodass man nur die Häuserfronten sah.

Wunderschöne Landschaften und kleine Einblicke 

30.12.2021

Wir sind nun in Tarifa gelandet und haben uns an der "Landebahn" (ein langer gerader Parkplatz am Tarifa Beach) mit Herbert getroffen. Nun stehen wir an einem wunderschönen, langen Sandstrand und blicken sehnsuchtsvoll nach Marokko hinüber von dem wir nur durch 13km Meer getrennt sind. 

 

31.12.2021 - 03.01.2022

Wir sind sozusagen in Tarifa gestrandet. Es ist so schön hier das wir irgendwie nicht weg kommen. Die Tage sind angefüllt mit Essen, spazieren gehen, schlafen, in der Sonne sitzen, Muscheln suchen und fotografieren. Es stehen hier an der legendären "Landebahn" sehr viele Gleichgesinnte mit ihren Reisemobilen, zum Teil ebenso gestrandet weil sie, so wie wir, nach Marokko wollten. In Portugal darf man mit einem Wohnmobil nirgendwo mehr hin und so treffen sich alle am südlichsten Spitz von Spanien mit Blick auf Marokko.

4.1.2022

Morgenspaziergang

5.1.2022

Heute haben wir mal die Wildnis verlassen um Tarifa City unsicher zu machen. Tarifa hat eine wunderschöne Altstadt mit kleinen, engen Gassen die an Venedig erinnern.

6.1.2022

Heute nahmen wir Abschied von Herbert und Tarifa, wir wollten ein Stück weiterfahren. Leicht fiel es uns nicht, das Happening-Feeling von der "Landebahn" in Tarifa hat uns sehr gut gefallen, wer weiß wie lange das noch geht. 

 

 

 

Vejer de la Frontera

Links und rechts neben der Straße blühten die Narzissen und verströmten einen herrlichen Duft

Wir trafen uns in Chipiona mit Michael aus Graz und seiner Familie auf einem sehr neuen Campingplatz "La Siesta de la Gaviota" mit eigenem Strand, Fitnesscenter, Massage, Bäckerservice in der Früh und Biogemüse-Verkauf. 

 

Die erste Dusche nach 6 Tagen war wunderbar und am Abend unternahmen wir noch einen Spaziergang an den Strand und trafen dort 3 andere Eurasier. Alaska hatte ihre Freude. 

7.1.2022

Wir machten heute "Lazy Day", ein bisschen Wäsche waschen, lesen, handarbeiten, schlafen, Michi ging zu Fuß einkaufen und Georg und ich gönnten uns bei José-Manuel eine Massage - das tat gut!!!

Am Abend besuchten wir in der Nähe die örtliche Tapas-Bar ohne jeglichem Tourismus. Ein sehr authentisches, spanisches Lokal in dem die Besucher über die Welt diskutierten. Das Lesen der Speisekarte war eine Herausforderung aber mit viel Lachen haben wir auch das hinbekommen und dann gestaunt was wir uns da bestellt hatten.

8. - 9.1.2022

Abschied vom "La Siesta de la Gaviota" obwohl es einer der besten Campingplätze ist den wir bis jetzt gesehen haben. Aber Sevilla lockte. Dort angekommen parkten wir unsere zwei Dicken auf der Àrea Autocaravana Sevilla, einem Stellpaltz im Industriehafen, der aber auch WC, Duschen, Snackautomaten, Waschmaschine, Trockner und Camperservice anbietet. 

Hier lernten wir Stuart und Charlotte kennen, er ein Schotte, sie aus England, ein total nettes Paar das mit einem umgebauten DAF unterwegs ist. Der Abend wurde für Michael und Georg sehr lang.

Tags darauf tauchten wir in das Gassengewirr von Sevilla unter. Eine sehr lebendige, fröhliche Stadt mit wunderschönen Bauten und winzigen Gassen. 

10.1. - 12.1.2022

Ohne Ziel unterwegs zu sein ist schon ein sehr großer Luxus. So entdeckten wir aber immer die schönsten Plätze. Michael wollte zum Doñana Nationalpark und so kamen wir zur Playa de Torre de Higuera am Atlantik wo wir zwei Nächte verbrachten. Kilometerlanger, breiter Sandstrand übersät mit Muscheln. Der nächste Ort, Matalascañas, ist ein Tourismusort und war zu dieser Jahreszeit natürlich fast menschenleer. Ein paar kleine Geschäfte hatten aber geöffnet und wir konnten ums wieder mit Lebensmitteln eindecken.

13.1.2022

Da man in den Donaña Nationalpark nur mit geführten Touren hinein kann, Michael aber dort in Ruhe Vögel fotografieren wollte, versuchten wir am Rande des Nationalparks irgendwo am Guadalquivir einen ruhigen Platz zu finden. Den Platz fanden wir aber Vögel waren dort leider keine. Auf unserer Suche kamen wir auch durch den Ort El Rocía in dem nichts asphaltiert ist. Es sieht hier aus wie in einer Westernstadt. Auch fahren dort nur Pferdefuhrwerke oder Geländeautos herum. Rund um das Dorf nisten auf den Strommasten Störche.

13.1.2022

Da wir wieder mal einen Campingplatz zum Haare- und Wäsche waschen brauchten quartierten wir uns auf einem neu eröffneten Platz bei Puebla de los Enfantes beim Embalse de José Torán ein. Wir waren fast die einzigen Gäste und es war sehr sauber und gepflegt und es gab sogar einen Mini-Shop und eine Bar, von der aus man direkt auf den Stausee blicken kann der leider fast kein Wasser führt. Aber dafür konnten wir einen ausgedehnten Spaziergang im trockenen See machen in dem es jede Menge versteinerte Muscheln gibt. 

14.1. - 16.1.2022

Heute stand Córdoba am Programm. Wir parkten am Autocaravanas-Parkplatz im Zentrum und tauchten in den Gassen und Straßen Córdobas unter. Wunderschöne enge Gässchen, kleine Cafes, die Kathedrale, schöne, alte Häuser und viele, viele Touristen. Insgesamt hat uns Sevilla viel besser gefallen.

Nach einem Stadtrundgang sind wir deshalb wieder weitergefahren und haben am Embalse de Iznajar unser Lager aufgeschlagen. Das ist der größte Stausee Andalusiens der leider im Moment sehr wenig Wasser führt. Deshalb sind wir sozusagen "im See" gestanden. Einige Fischer und Boote waren unterwegs, sonst war alles geschlossen, der örtliche Campingplatz genauso wie alle Restaurantes. Wer macht auch im Winter Urlaub?

17.1.2022

Wir zogen  weiter! Ziel war der Embalse del Cubillas in der Nähe von Granada. Am Weg dorthin fuhren wir durch unendlich große Olivenplantagen die sogar bis auf die Bergspitzen angebaut wurden. Mitten in den Bergen liegt der Ort Moclin, wunderschön an den Bergrücken angeschmiegt. Rundherum Olivenbäume und schon die ersten blühenden Mandelbäume - ein sehr idyllischer, ruhiger Ort. Wunderschön!

Am Embalse del Cubillas angelangt fanden wir ein wunderschönes Plätzchen am fast vollen Stausee. Etwas später gesellte sich auch noch Phillip aus der Schweiz mit seinem Hund Blue zu uns und es wurde wieder einer dieser Abende wo man redet und erzählt und kein Ende findet. 

18.1.-19.1.2022

Granada stand am Plan und wir fanden außerhalb von Granada einen winzigen Stellplatz für Wohnmobile der sogar WC, Duschen und Brötchenservice hat - Luxus pur. Am nächsten Tag nahmen wir uns ein Taxi und ließen uns in die Innenstadt von Granada führen. Acht Stunden waren wir in den Gassen der Altstadt, incl. der Stadtburg Alhambra unterwegs. Wir genossen jede Menge Kaffee, Tee und süßes Gebäck dazu. Diese süßen Dinger kann man hier in jedem zweiten Geschäft kaufen. Außerdem bewunderten wir die Alhambra und die Kathedrale von Granada. Alaska machte brav mit war aber sichtlich froh als wir uns am Abend mit dem Taxi wieder zur Enterprise zurückführen ließen.